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Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät

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Vorwort des Dekans

Liebe Studierende und Doktorierende
liebe Leserin und lieber Leser

Medikamente und Therapien für heute noch unheilbare Krankheiten wie Krebs, Alzheimer, Malaria. Für diese Spitzenforschung braucht es laufend motivierte, innovative Nachwuchskräfte.

Bei der Verwirklichung des eigenen Lebensplans haben Rollenbilder eine wichtige Funktion. Es ist uns ein Anliegen, jungen Frauen, die eine akademische Laufbahn in Betracht ziehen, Orientierungshilfen und Identifikationsmöglichkeiten anzubieten. Unsere Fakultät stellte 1976 mit der Experimentalphysikerin Professor Verena Meyer die erste Dekanin der Universität Zürich. 1982 wurde sie die erste Rektorin an einer Schweizer Universität. Sie und andere Pionierinnen haben den Frauen den Weg in akademische Führungspositionen geebnet. Seither hat sich vieles getan: Naturwissenschaften und Mathematik sind längst keine Männerdomänen mehr. Seit Jahren schon ist das Geschlechterverhältnis bei unseren Studierenden und Doktorierenden ausgewogen. Darauf sind wir stolz. Auch bei den akademischen Führungspositionen ist dank der Nachwuchsförderprogramme vieles erreicht worden: Ein knappes Fünftel unserer Professuren sind mit Frauen besetzt. Diesen Anteil möchten wir konsequent weiter steigern.

Unsere aktiven Professorinnen wollen Mut zur Karriere machen. Ihre Lebensläufe sind so individuell, wie sie selbst. Mit ihren Forschungen decken sie ein breites thematisches Feld ab. Doch so unterschiedlich ihre Forschungsgebiete und Lebensläufe auch sein mögen, etwas zieht sich bei unseren Professorinnen wie ein roter Faden durch: Die vorbehaltslose Begeisterung für ihr Forschungsgebiet gekoppelt mit einer unstillbaren Neugierde. Weitere Gemeinsamkeiten von erfolgreichen Wissenschafterinnen sind die Fähigkeit sich selbst zu motivieren und Misserfolge zu verkraften. Es sind dies Eigenschaften und Charakterzüge, die geschlechtsneutral sind. In diesem Sinn hoffe ich, dass es in Zukunft an unserer Fakultät noch mehr Nachwuchsforscherinnen geben wird, die eine Führungsposition anstreben.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

Ihr,
Prof. Dr. Michael O. Hengartner
Dekan Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät
Universität Zürich