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07.03.2013 09:38

Neu an der UZH: Hirnforscher Sebastian Jessberger

Sebastian Jessberger ist Doppelprofessor an der Medizinischen und an der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der UZH und leitet seit einigen Monaten eine neue Forschungsgruppe am Institut für Hirnforschung der Medizinischen Fakultät. Davor war er als Assistenzprofessor an der ETH Zürich tätig gewesen. Jessberger erforscht die Regulation und Funktion von Stammzellen im adulten Gehirn. Er ist mit einer Neurologin verheiratet und Vater von zwei Mädchen.


Sebastian Jessberger erforscht die Regulierung und Funktion von Stammzellen im adulten Gehirn.

"Forschung und Lehre sind kein Job, sondern eine Leidenschaft." Sebastian Jessberger

Wissenschaftliche Arbeit versus andere Berufstätigkeit: Weshalb haben Sie sich für die Wissenschaft entschieden?
Sebastian Jessberger: Von meiner Ausbildung her bin ich Mediziner. Ursprünglich plante ich, dass ich nach meinem Postdoc in den USA zurück in die klinische Arbeit gehen würde. Die Forschung hat mir dann aber so viel Spass gemacht, dass ich mich entschieden habe, full time in der Forschung zu bleiben.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?
SJ: Der tägliche Versuch, biologische Vorgänge zu verstehen oder neue Dinge zu entdecken. Ausserdem geniesse und schätze ich die Freiheit, welche die Gesellschaft uns Forschenden gewährt.

Gab es in Ihrer Karriere Durststrecken oder Misserfolge? Wie überwanden Sie diese?
SJ: Eigentliche Durststrecken erlebte ich nicht. Misserfolge dagegen kenne ich sehr wohl, z.B. wenn Paper nicht akzeptiert werden, Forschungsanträge nicht genehmigt werden, und natürlich Experimente nicht klappen. Als Neurobiologe bewegt man sich in einem schwer planbaren und hoch kompetitiven Feld.

Wer hat Sie in Ihrem beruflichen Umfeld am stärksten unterstützt? Wer im privaten Bereich?
SJ: Meine Frau, sie ist Neurologin und arbeitet als Oberärztin am Universitätsspital, und ich unterstützen uns gegenseitig. Beruflich erhielt ich wichtige Impulse von meinen Mentoren Prof. Fred H. Gage – einer der renommiertesten Wissenschaftler im Bereich Stammzellforschung und eine überaus faszinierende Persönlichkeit - und Prof. Gerd Kempermann, bei dem ich Berlin gearbeitet habe

Hatten Sie Vorbilder, die Ihren Werdegang beeinflusst haben? Welche?
SJ: Mein Vater ist Physiker und das akademische Umfeld, in dem er und meine Mutter sich bewegen, hat mich schon immer fasziniert,. Als Forscher ist für mich Fred Gage ein Vorbild: Er hat sich seinen Enthusiasmus und seine Neugierde bewahrt.

Wie stellen Sie Ihre persönliche Work-Life-Balance sicher?
SJ: Die Wochenenden gehören, wenn immer möglich, der Familie für gemeinsame Ausflüge und Unternehmungen.

Welche Tipps geben Sie Jungforschenden, die eine akademische Karriere ins Auge fassen, auf den Weg?
SJ: Halten Sie sich möglichst viele Optionen lange offen. Versuchen Sie es nur, wenn Sie wirklich Spass an der Forschung haben. Und ja: Forschung und Lehre an einer Hochschule sind kein Job, sondern eine Leidenschaft.

Kontakt:
Universität Zürich
Institut für Hirnforschung
Winterthurerstrasse 190
CH-8057 Zürich

Tel. +41 44 635 33 70
E-Mail: jessberger (at) hifo.uzh.ch

 

(Interview Dr. Calista Fischer)


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