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05.08.2014 12:15

Neu an der MNF: Prof. Frédéric Guillaume

Der Evolutionsgenetiker Frédéric Guillaume forscht seit einigen Monaten als SNF-Förderprofessor an der MNF und nennt Neugierde als seine Hauptriebfeder. Der Romand ist verheiratet Vater von fünfjährigen Zwillingen.


"Meine Triebfeder ist Neugierde!" Frédéric Guillaume

Wissenschaftliche Arbeit versus andere Berufstätigkeit: Weshalb haben Sie sich für die Wissenschaft entschieden?

Frédéric Guillaume (FG): Ich habe nicht geplant Wissenschaftler zu werden. Am Anfang wollte ich Ingenieur werden und habe ein Studium an der EPFL begonnen. Ich merkte allerdings schnell, dass mich dieses Fach nicht wirklich interessierte. Ich studierte dannBiologie – also was mich wirklich interessierte - und machte einen PhD. Ich hatte immer das Glück, die finanziellen Mittel für den nächsten Schritt in meiner akademischen Karriere zu finden.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?
FG: Den grössten Wert hat sicher die Unabhängigkeit – die Freiheit, die Fragen zu stellen, die mich interessieren und die ich beantworten möchte.

Gab es in Ihrer Karriere Durststrecken oder Misserfolge? Wie überwanden Sie diese?
FG: Nun, das akademische Leben ist eine dauernde Herausforderung, und das Leben eines jungen Akademikers ist nicht einfach. Jedes Mal wenn man sich für einen Grant bewirbt, nimmt man die Unsicherheit in Kauf, dass man das nächste Jahr ohne Geld dasteht. Man muss also mit der Unsicherheit leben lernen. Ich überwinde dieses Gefühl, indem ich mich in meine Arbeit vertiefe und immer weiter mache.

Wer hat Sie in Ihrem beruflichen Umfeld am stärksten unterstützt? Wer im privaten Bereich?
FG: Meine Frau und meine Eltern unterstützen mich, obschon sie bezüglich der Stabilität und Vorhersehbarkeit meines Lebens gewisse Bedenken haben. Insbesondere meine Eltern wären traurig, wenn ihr Sohn mit Schwiegertochter und Enkelkindern permanent im Ausland leben würden. Während meiner Zeit als Postdoc hab ich wunderbare Menschen kennengelernt und konnte ein gutes berufliches Netzwerk aufbauen.

Hatten Sie Vorbilder, die Ihren Werdegang beeinflusst haben? Welche?
FG: Ich hatte keine spezifischen Vorbilder. Als Kind verbrachte ich viel Zeit draussen und beobachtete, was um mich herum so kreucht und fleucht. Diese Erfahrung motivierte mich, Biologie zu studieren. Meine persönliche Triebfeder ist meine Neugierde und der Wunsch die Welt um mich herum zu verstehen. Während meines Studiums und meiner Zeit als Postdoc lernte ich interessante Menschen kennen, die mich darin bestärkten Wissenschaftler zu sein und mir den Weg wiesen.

Wie stellen Sie Ihre persönliche Work-Life-Balance sicher?
FG: Ich arbeite etwa zehn Stunden am Tag und versuche die Wochenenden nicht mit Arbeit, sondern mit meiner Familie zu verbringen. Ich rudere sehr gern und bin ein Mitglied im Ruderklub Aviron Romand in Zürich.

Welche Tipps geben Sie Jungforschenden, die eine akademische Karriere ins Auge fassen, auf den Weg?
FG: Da gibt es einige Dinge, die ich empfehlen würde: Sie brauchen Erfahrung als Postdoc in einem guten Labor ausserhalb der Schweiz. Bauen Sie sich ein Netzwerk auf und seien Sie sich bewusst, dass das Zeitfenster für eine Position als Fakultätsmitglied eng ist – kommen Sie also früh genug zurück, damit Sie für eine Position als Assistenzprofessor in Frage kommen.


Institut für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften
Universität Zürich
Winterthurerstrasse 190
CH-8057 Zürich
Tel. +41 44 635 66 23
Email frederic.guillaume (at) ieu.uzh.ch

(Interview: Dr. Calista Fischer, Kommunikationsbeauftragte MNF der UZH)


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