Büroccoli und Strebergärtli – grüne Gartenprojekte auf dem UZH Science Campus Irchel

Irchel Garden

Zuckermais, Zucchetti und Zwiebeln - wo früher umweltwissenschaftliche Freilandversuche stattfanden, wächst heute Pro Specie Rara Gemüse. Im zehn Aren grossen «Strebergärtli» – so der Name des Pflanzblätz‘s an bester Lage am Züriberg – gärtnert seit diesem Frühjahr eine Handvoll engagierter MNF-Studierende gemeinschaftlich.

Manuela, eine Geographie-Studentin auf Masterstufe, schliesst das Tor zum Strebergärtli auf, das von seinen Dimensionen mehr Garten als Gärtli ist: Zwischen Gründüngung und Blumenwiesen erstrecken sich Beete mit Salat, Karotten, Kartoffeln, Randen, Bohnen und so ziemlich allem, was an Gemüse in unseren Breitengraden wächst. «Wir setzen konsequent auf Mischkulturen und wo immer möglich auf Pro Specie rara Saatgut», erläutert die engagierte Junggärtnerin das Strebergärtli-Konzept. Experimentiert wird auch mit Elementen aus der Permakultur, wie die aus Lesesteinen gebaute Sonnenfalle für besonders wärmeliebende Pflanzen zeigt.

Siegerprojekt bei «Make Irchel Greener»

Seine Wurzeln haben das «Strebergärtli» und sein kleiner Bruder «Büroccoli» – ein Starterkit für einen Minigarten auf dem Fensterbrett im Büro – im Wettbewerb «Make Irchel Greener» der MNF-Nachhaltigkeitskommission. «Strebergärtli» und «Büroccoli» gewannen den ersten Preis, bei dem an die MNF-Studierenden gerichteten Wettbewerb. Das «Strebergärtli» war ursprünglich als Cluster von Hochbeeten auf dem Campus Irchel geplant gewesen. Doch es kam anders: «Als sich uns die Gelegenheit bot, eine vom Institut Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften nicht mehr genutzte Versuchsparzelle zu bewirtschaften, griffen wir natürlich sofort zu», erklärt Manuela.  Dabei erweist sich neben der meist geringen Gartenerfahrung der Beteiligten schon die schiere Grösse des Areals als die Herausforderung: Ursprünglich hatten die Junggärtnerinnen und –gärtner die Absicht, das Gelände im Herbst von Hand umzugraben. Nach einem Tag Plackerei mit Spaten, Schaufel und Pickel realisierten sie, dass die Arbeit nur mit Maschinenkraft zu bewältigen ist und engagierten einen Bauer, der im Frühjahr 2019 den Boden für sie aufbrach.

Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner gesucht

Organisiert sind die Strebergärtnerinnen und –gärtner als Verein. Die Mitglieder kommunizieren über die Facebook-Seite «Irchel Garden Project» und eine Whatsapp-Gruppe und vereinbaren so auch die Termine für ihre Arbeitstreffen. Für einen Jahresbeitrag von zwanzig Franken können sich UZH-Studierende, UZH-Mitarbeitende sowie Quartierbewohnerinnen und –bewohner am Irchel Garden Project beteiligen. Voraussetzung ist die Bereitschaft, in einem Gemeinschaftsgarten mitzudenken und mitzuarbeiten. Interessierte melden sich via Facebook oder Email irchelgarden@mnf.uzh.ch

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Calista Fischer

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