Prähistorische Menschen in Südamerika jagten Riesengürteltiere

Riesengürteltier

Prähistorische Menschen machten vor 20'000 Jahren Jagd auf Riesengürteltiere. 

Rekonstruktionszeichnung von Jorge Blanco

19810 bis 15780 Jahre vor heute jagten prähistorische Menschen Riesengürtel. Dies legen Funde aus Muaco und Taima-Taima im Nordwesten Venezuelas nahe.

Ein internationales Forschungsteam, darunter der UZH-Paleontologe Marcelo Sanchez, untersuchten von diesen Fundstellen sechs Schädel von Riesengürteltieren visuell und mit Hilfe von Computer-Tomographien. Vier der untersuchten Schädel wiesen je an der schwächsten Stelle des Schädeldachs Eindellungen bzw. Brüche auf.  «Das Spurenbild stimmt mit dem eines intentional geführten Schlags auf die schwächste Stelle des Schädels überein  - wir haben hier den Nachweis, dass in Südamerika prähistorische Menschen Riesengürteltiere mit einer bisher unbekannten Jagdtechnik erlegten», erläutert Marcelo Sanchez die Bedeutung der Funde. 

Literatur:

Alfredo A. Carlini, Jorge D. Carrillo Briceño, Arturo Jaimes, Orangel Aguilera , Alfredo E. Zurita , José Iriarte and Marcelo R. Sánchez Villagra,  Damaged glyptodontid skulls from Late Pleistocene sites of northwestern Venezuela: evidence of hunting by humans? Swiss Journal of Palaeontology, https://doi.org/10.1186/s13358-022-00253-3

Kontakt

Universität Zürich
Paläontologisches Institut und Museum
Prof. Marcelo Sanchez
+41 44 634 23 42
Email: m.sanchez(at)pim.uzh.ch

Calista Fischer

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